Bülent Tulay: „Ohne Frieden gibt es keine Hoffnung“

Die Deutsch-Türkische Wirtschaftsvereinigung ruft in ihrer Weihnachtsbotschaft zu einem friedlichen Miteinander von Deutschen und Türken auf. Die Menschen aller Nationen leben in sehr schwierigen Zeiten, in denen sie mehr verunsichert sind, als dass sie an eine glückliche und friedliche Zukunft glauben. Deutschland und die Welt schließen ein extrem schwieriges Geschäftsjahr ab. Die Unternehmen mussten mit Exportrückgängen, Abschwungraten, Konkursen, staatlichen Marktunterstützungsprogrammen beziehungsweise Bürgschaften leben, deren Dimensionen sie sich vorher nicht einmal vorstellen konnten. Bülent Tulay, der 1. Vorsitzende der Vereinigung, setzt in diesen Zeiten der Krise ganz auf den Frieden zwischen den Menschen und Völkern. „Bülent Tulay: „Ohne Frieden gibt es keine Hoffnung““ weiterlesen

Joseph Schumpeter: „Jeder Krise folgt ein Aufschwung“

Der weltberühmte Ökonom Joseph Schumpeter hielt einen langen, dauerhaften Niedergang der Wirtschaft nicht für möglich. Den Zusammenbruch von Unternehmen in einer Wirtschaftskrise nannte er eine schöpferische Zerstörung, die Unternehmer selbst bezeichnete er als dynamisch. Seiner Meinung nach schaffen die Krisen des Kapitalismus nichts anderes als die Basis für einen neuen Aufschwung. Die Wirtschaftskrisen würden überwunden, weil innovative Unternehmer die Wirtschaft voranbringen. Der Ökonom vertrat die Meinung, dass sich vieles im Konjunkturverlauf selbst regeln würde – ohne Eingriffe des Staates, der Milliarden in Ausgabeprogramme investiert. Die Unternehmer würde eine Krise selbst in den Griff bekommen. Ihm gelingt es laut Joseph Schumpeter, neue Dinge zu produzieren oder bekannte Dinge neu zu entwickeln. „Joseph Schumpeter: „Jeder Krise folgt ein Aufschwung““ weiterlesen

Der Staat darf Opel nicht retten

Viele Bürger wollen, dass der Staat nicht nur Banken, sondern gezielt einzelne Unternehmen rettet, die durch die Weltwirtschaftskrise in existentielle Not geraten sind. Solche Rettungsaktionen für einzelne Firmen wie Opel sind aus volkswirtschaftlicher Betrachtungsweise strikt abzulehnen, weil der Staat die Wirtschaft nicht lenken kann. Wenn die deutsche Bundesregierung bestimmte Unternehmen mit Milliardenzuschüssen rettet, manipuliert sie den Markt und verringert den Wohlstand der Deutschen. „Der Staat darf Opel nicht retten“ weiterlesen

Ein Zahlungsausfall Griechenlands ist unvermeidlich

An einem Schuldenschnitt für Griechenland geht für den amerikanischen Ökonomen und Harvard-Professor Kenneth Rogoff kein Schritt vorbei. Er vertritt die Meinung, dass die Gläubiger von einem Euro Schulden maximal 40 Cent zurückerhalten werden. Er ist davon überzeugt, dass es einen dramatischen Zahlungsausfall geben wird, der unvermeidlich ist. Kenneth Rogoff sagt: „Ob Griechenland im Euro bleibt, ist eine politische Frage. Ich finde, Griechenland und auch Portugal hätten niemals in die Eurozone zugelassen werden sollen.“ Eine ebenso große Tragödie war es, die Slowakei und Estland in den Euroverbund aufzunehmen. Für Kenneth Rogoff sind das zwar wundervolle Länder, aber eben doch immer noch Schwellenländer. „Ein Zahlungsausfall Griechenlands ist unvermeidlich“ weiterlesen

Schwarzarbeit – Liechtenstein des kleinen Mannes

Immer mehr Arbeitnehmer in Deutschland gleichen ihre Einkommensverluste durch Schwarzarbeit aus. In der Reinigungsbranche, auf dem Bau und in der Pflege wird am meisten illegal gearbeitet. Die Steuermoral der Deutschen zerbröselt in den Zeiten der Wirtschaftskrise. Für das Institut der deutschen Wirtschaft hat die Schwarzarbeit in Deutschland aber nicht nur negative Folgen sondern auch positive Auswirkungen: Der private Konsum wird zusätzlich angekurbelt. „Schwarzarbeit – Liechtenstein des kleinen Mannes“ weiterlesen

Den Euro wird es in fünf Jahren nicht mehr geben

Für den Hedge-Fonds-Manager George Soros sind die Zentralbanken auf der ganzen Welt die größten Euro-Spekulanten. Er bestreitet, dass die Hedge-Fonds schuld am Niedergang des Euro wären. Diese hätten nur versucht, sich darauf einzurichten, dass die Zentralbanken das Vertrauen in den Euro verlieren würden. George Soros spekuliert nicht gegen den Euro und sagt: „Ich bin sehr daran interessiert, den Euro und die Europäische Union zu erhalten.“ Dennoch glaubt der Finanztycoon, dass der Euro in einer Krise steckt und die Krise der europäischen Währung in Deutschland missverstanden wird. Die deutschen Rettungsmaßnahmen würden den Euro sogar noch in größere Gefahr bringen. „Den Euro wird es in fünf Jahren nicht mehr geben“ weiterlesen

Deutschlands mächtigster Banker Josef Ackermann

In den Ohren von Josef Ackermann klingt es bedrohlich, wenn die Regierung an ihn herantritt und ihm zu helfen verspricht. Auf einer Veranstaltung, zu der das Center on Capitalism and Society der Columbia Universität in New York eingeladen hatte, sagte Josef Ackermann in Berlin: „Die Regulierung nimmt zu, der Staat spielt eine sehr aktive Rolle in der Wirtschaft. Regierungen entscheiden darüber, welche Firma überlebt und welche fällt. Dabei ist überhaupt nicht klar, dass die Politik den Unternehmen überlegen ist.“ Josef Ackermann gilt immer noch vielen Deutschen als der böse Bankier des Turbokapitalismus. Es wird wohl immer an ihm hängen bleiben, dass er im Mannesmann-Prozess die Hand zum Victory-Zeichen hob. „Deutschlands mächtigster Banker Josef Ackermann“ weiterlesen

Der Staat muss die Banken verstaatlichen

Wirtschaftsforscher und Politiker sind sich einig, dass die Finanzkrise noch nicht bewältigt ist. Um die drohende Kreditklemme abzuwenden, müsse der deutsche Staat Banken verstaatlichen, forderte der Chef des Ifo-Instituts auf dem „Führungstreffen Wirtschaft“ der Süddeutschen Zeitung. Auch Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) ist sich dem Ernst der aktuellen Lage voll bewusst: „Die Krise wird die Welt so stark verändern, wie der Fall der Mauer.“ Am Wochenende hatte führende Ökonomen die Bundesregierung aufgefordert, das Finanzsystem in Deutschland weit reichend umzubauen und verlangten Zwangshilfen für Not leidende Kreditinstitute. Hans-Werner Sinn warnte, dass andernfalls Engpässe bei Krediten den Aufschwung abwürgen und für viele Jahre des Stillstands sorgen könnten. „Der Staat muss die Banken verstaatlichen“ weiterlesen

Ottmar Issing glaubt an das Überleben des Euro

Der ehemalige Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank (EZB) Ottmar Issing vertritt die These, dass der Euro nicht scheitern wird und es ihn noch lange geben wird. Es stellt sich für ihn nur die Frage, was für ein Euro es sein wird. Für ihn steht auf dem Prüfstand, ob die Währung stabil bleibt. In dieser Hinsicht ist er voller Optimismus. Der Euro wird stabil bleiben, weil es eine unabhängige Notenbank mit dem klaren Auftrag gibt, die Preisstabilität zu garantieren. Ottmar Issing erklärt: „Wir haben das Verbot der monetären Finanzierung. Geldpolitik geschieht aber nicht im politikfreien Raum. Wir brauchen also auch eine solide Finanzpolitik – sowie einen Arbeitsmarkt und eine Kreditwirtschaft, die dazu passen.“ „Ottmar Issing glaubt an das Überleben des Euro“ weiterlesen

Griechenland braucht einen Schuldenerlass von 50%

Für den Ökonomen Thomas Straubhaar, Leiter des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI) führt an einem Schuldenerlass für Griechenland kein Weg vorbei. Die einzigen Fragen, die noch offen bleiben sind, wann und in welcher Form das geschehen wird. Thomas Straubhaar glaubt, dass dieser radikale Schritt unumgänglich ist, da der Schuldenberg in Griechenland eine gigantische Höhe angenommen hat und die wirtschaftliche Entwicklung des Landes zu schwach ist. Aber nicht nur Griechenland, auch für Portugal und Irland wird eine Umschuldung unvermeidlich sein. Thomas Straubhaar sagt: „Ohne einen Schuldenschnitt kommen auch sie nicht aus dem Teufelskreis: Wegen ihrer hohen Schulden gelten sie als unsolide, die Anleger fordern hohe Zinsen. Die gewaltige Zinslast aber macht alle Sparanstrengungen zunichte. Die Schulden wachsen weiter.“ „Griechenland braucht einen Schuldenerlass von 50%“ weiterlesen