Griechenland, Irland und Portugal sind praktisch pleite

Die europäische Währungsunion am Leben zu erhalten wird sehr teuer werden, denn Griechenland, Irland und wahrscheinlich auch sehr bald Portugal brauchen nicht nur einen Überbrückungskredit – sie sind in Wirklichkeit pleite. Einer wird die Schulden der Griechen, Irländer und Portugiesen bezahlen müssen: die Gläubiger oder die Bürger. Viele Anleger sind davon überzeugt, dass Griechenland und Irland in naher Zukunft ihre Schulden nicht mehr bezahlen werden können. Und sie hegen große Zweifel an der Fähigkeit Portugals, sich aus eigener Kraft aus seinem Schuldensumpf zu befreien. Viele Gläubiger haben inzwischen Angst um ihr Geld und verweigern deshalb Griechenland, Irland und Portugal neue Kredite. „Griechenland, Irland und Portugal sind praktisch pleite“ weiterlesen

Lars Feld warnt vor einer Transferunion in der EU

Der Wirtschaftsweise Lars Feld ist fest davon überzeugt, dass es den Euro noch lange geben wird. Alle jetzigen Mitglieder der Eurozone werden ihn behalten, da Europa die Finanzkrise aus eigener Kraft bewältigen kann. Lars Feld glaubt nicht an einen Zusammenbruch des Euro-Systems. Allerdings ist seiner Meinung nach die Staatsverschuldung in Europa tatsächlich kritisch und muss gelöst werden. Er sagt: „Gleichzeitig darf die EU nicht zu einer Transferunion werden.“ Das Ausscheiden einzelner Länder wie Griechenland aus der Währungsunion hält er für unrealistisch. Lars Feld ist Professor für Wirtschaftspolitik an der Universität Freiburg und leitet das Walter Eucken Institut. Er ist der Jüngste im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland. „Lars Feld warnt vor einer Transferunion in der EU“ weiterlesen

Joseph Schumpeter: „Jeder Krise folgt ein Aufschwung“

Der weltberühmte Ökonom Joseph Schumpeter hielt einen langen, dauerhaften Niedergang der Wirtschaft nicht für möglich. Den Zusammenbruch von Unternehmen in einer Wirtschaftskrise nannte er eine schöpferische Zerstörung, die Unternehmer selbst bezeichnete er als dynamisch. Seiner Meinung nach schaffen die Krisen des Kapitalismus nichts anderes als die Basis für einen neuen Aufschwung. Die Wirtschaftskrisen würden überwunden, weil innovative Unternehmer die Wirtschaft voranbringen. Der Ökonom vertrat die Meinung, dass sich vieles im Konjunkturverlauf selbst regeln würde – ohne Eingriffe des Staates, der Milliarden in Ausgabeprogramme investiert. Die Unternehmer würde eine Krise selbst in den Griff bekommen. Ihm gelingt es laut Joseph Schumpeter, neue Dinge zu produzieren oder bekannte Dinge neu zu entwickeln. „Joseph Schumpeter: „Jeder Krise folgt ein Aufschwung““ weiterlesen