Juan Somavía fordert ein neues Wachstumsmodell

Die Wirtschaftskrise trifft Arbeitnehmer laut Juan Somavía am härtesten. Er klagt dabei die Politik an, die in den vergangen Jahrzehnten den Begriff der guten, menschenwürdigen Arbeit entwertet hat. Der Chilene Juan Somavía, seit 1999 Generaldirektor der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) in Genf, schreibt: „So gilt Arbeit im gegenwärtigen Wachstumsmodell lediglich als Kostenfaktor. Dieser muss so gering wie möglich gehalten werden, um Wettbewerbsfähigkeit und Gewinne zu sichern.“ Die Arbeitnehmer werden seiner Meinung nach nur noch als Kreditnehmer betrachtet. Ihr legitimer Anteil an dem Wohlstand, den vor allem sie geschaffen haben, wird ihnen vom Arbeitgeber in der Form von zu niedrigen Löhnen vorenthalten.   „Juan Somavía fordert ein neues Wachstumsmodell“ weiterlesen

Die Stützung des Euros verletzt das Grundgesetz

Die Eurokrise hat laut Peter Koslowski eine Solidarität hervorgebracht, die vorher noch unbekannt war. Die Solidarität zwischen Nationen, die wirtschaftlichen Erfolg haben, auf der einen Seite, und überschuldeten Staaten auf der anderen Seite. Möglicherweise entwickelt sich so eine Solidarität zwischen den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union. Doch sie einfach von Deutschland einzufordern hat für Peter Koslowski weder eine ethische noch ökonomische Grundlage. Denn es gilt immer noch das Souveränitätsprinzip der Nationen. Peter Koslowski ist Professor für Philosophie, insbesondere der Philosophie des Managements an der Freien Universität in Amsterdam. „Die Stützung des Euros verletzt das Grundgesetz“ weiterlesen