Deutschland hat seinen Rückstand selbst gewählt

Laut Karl-Heinz Paqué schafft ein größeres Wirtschaftswachstum auch mehr Freizeit. Das mag im ersten Moment paradox klingen, denn eigentlich verzichtet derjenige auf mehr Produktion und Einkommen, der die Freizeit gegenüber der Arbeit vorzieht. Genau deshalb ist die Freizeit ein Ergebnis des Wachstums selbst. Karl-Heinz Paqué erklärt: „Erst wenn die Menschen ihre dringendsten materiellen Wünsche erfüllen können, drängen sie nach mehr Freizeit.“ So ist es nicht verwunderlich, dass in den meisten Industriestaaten die Arbeitszeit seit dem 19. Jahrhundert deutlich zurückgegangen ist. Arbeiteten die Deutschen im Jahr 1870 im Durchschnitt noch fast 3.900 Stunden, sind es heute gerade noch 1.700 Stunden. „Deutschland hat seinen Rückstand selbst gewählt“ weiterlesen

Beim Ausstieg aus der Atomkraft winken satte Gewinne

Eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) hat ergeben, dass der Nutzen der Energiewende ihre Kosten übersteigt. Dass Deutschland beim Umstieg auf regenerative Energien eine Vorreiterrolle übernimmt, wird sich in barer Münze bezahlbar machen und zudem das Klima schützen. Die Autoren der Studie, Claudia Kemfert, Christian von Hirschhausen und Gert G. Wagner gehen davon aus, dass die Energiekosten bei einem raschen Umstieg dennoch tendenziell sinken werden. Denn ihrer Meinung nach, konnte Atomstrom nur deshalb so preiswert produziert werden, weil die deutsche Gesellschaft den größten Teil der wahren Kosten übernahm. Zudem wird der billig produzierte Atomstrom übrigens dem Verbraucher nicht günstig angeboten, da Deutschland im Vergleich mit dem europäischen Ausland mit die höchsten Strompreise hat. „Beim Ausstieg aus der Atomkraft winken satte Gewinne“ weiterlesen